Deutschland hat oft ein Problem mit seinen Berühmtheiten, das hat sich von Marlene Dietrich bis Boris Becker immer wieder gezeigt. Auch Hildegard Knef wurde vom Publikum mal geliebt, dann verachtet, war eine öffentliche Frau, allerdings auch narzisstisch und süchtig nach Ruhm. 

Mit Wolfgang Staudtes  "Die Mörder sind unter uns" wurde Hildegard Knef in der Trümmerlandschaft Berlins zum ersten deutschen Nachkriegsstar, wenige Jahre später mit dem Millonenerfolg „Die Sünderin“ zum Gesicht eines Skandals, der die Widersprüche, Lügen und Hoffnungen der jungen Bundesrepublik zum Vorschein brachte. Mit Cole Porters „Silk Stockings“ lag ihr der Broadway zu Füßen, sie war befreundet mit Marlene Dietrich und Marilyn Monroe. Zurück in Berlin durchlebte sie Jahre des Misserfolgs, bevor sie sich als Sängerin und Autorin neu erfand. Von früh an Teil der deutschen Öffentlichkeit, ließ sie sich auf das aufreibende Spiel mit den Medien ein. Erfolgreich sein, scheitern, immer wieder Neues wagen, immer wieder aufstehen: Hildegard Knef wurde zur schillernden Expertin des Überlebens: „Ich glaube, das Leben schuldet uns nichts als das Leben. Und alles andere haben wir zu tun.“


WAS IST DENN EIGENTLICH... EIN DOKUMENTARFILM?

Ein Dokumentarfilm zeigt die Wirklichkeit – aber immer aus einer bestimmten Perspektive. Er unterscheidet sich vom Spielfilm, weil er nicht fiktive Geschichten erzählt, sondern reale Ereignisse, Menschen und Orte präsentiert. Doch was macht einen Dokumentarfilm aus? Er ist mehr als eine bloße Abbildung der Realität: Die Filmemacher:innen ordnen und gestalten das „natürliche Material“ kreativ, oft mit der Absicht, die Welt aus einem neuen Blickwinkel zu zeigen. Der Begriff „Dokumentarfilm“ wurde in den 1920er-Jahren vom britischen Filmemacher John Grierson geprägt. Er sah den Dokumentarfilm als „kreativen Umgang mit der Wirklichkeit“. In den 1960er-Jahren, nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und der Propagandafilme, wurde die Frage nach der Echtheit im Dokumentarfilm besonders wichtig. Bis heute stehen die Regisseur:innen vor vielen künstlerischen Entscheidungen: Wie präsentiere ich die Realität? Wie beeinflusst meine Anwesenheit das Geschehen? Ein Dokumentarfilm ist nicht nur ein Blick auf die Welt – er ist eine Einladung, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und zu verstehen. Und genau das macht ihn so spannend und wertvoll!

Bei uns sehen Sie regelmäßig eine Auswahl aktueller Dokumentarfilme zum
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Die FBW wurde 1951 von den Bundesländern als unab-hängige, gutachterliche Stelle gegründet. Filme mit Prädikat erhalten Film-förderung. Bei jährlich über 500 Kinostarts werden die Prädikate zunehmend als Gütesiegel zur Orientierung der Zuschauer genutzt. Erfahren Sie HIER mehr über die Arbeit der FBW und lesen Sie die ausführlichen Gutachten der ausgezeich-neten Filme!

 
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